Homeless - oder auf deutsch: obdach­los...

Da diese Internet-Seite das Thema Obdach­lo­sig­keit zum Gegen­stand hat, haben wir auf einen klas­si­schen ‚Home’-Link ver­zich­tet und statt­des­sen einen ‚Homeless’-Button ein­ge­führt. Weil ein ‚Home’ im echten Leben auch nicht mal eben per Maus­klick zu errei­chen ist. :P

Von unse­rem Stern...

Homelessly in love by Andreas Møller
Homel­essly in love by Andreas Møller

Men­schen, die in Haus­ein­gän­gen schla­fen, Müll­ton­nen nach Nah­rung durch­su­chen, in öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln ‚Stra­ßen­zei­tun­gen’ ver­kau­fen... - ‚Obdach­lose’ kommen nicht vom ande­ren Stern, son­dern direkt aus unse­rer Mitte. Die häu­figs­ten Gründe für Obdach­lo­sig­keit sind Schei­dung, Flucht vor häus­li­cher Gewalt oder sexu­el­len Über­grif­fen, Depres­sio­nen... vor allem Stra­ßen­kin­der ziehen das Leben auf der Straße häufig frei­wil­lig einem noch schlim­me­ren Schick­sal im eige­nen Eltern­haus vor. Alkohol- oder Dro­gen­sucht sind dabei häu­fi­ger Folgen als Ursa­chen von Obdach­lo­sig­keit.

Doch warum wollen wir all diese Tat­sa­chen nicht wahr­ha­ben?

Selbst­schutz durch Ableh­nung:

Der feste Glaube an einen grund­lie­gen­den, ja sogar gene­ti­schen Unter­schied zwi­schen ‚denen’ und uns, wiegt uns natür­lich in Sicher­heit. ‚MIR könnte so etwas NIE pas­sie­ren!’, ‚Die sind doch selbst schuld!’, ‚Wie kann man sich nur so gehen­las­sen?!’ oder gar ‚Da würde ich mich lieber umbrin­gen!’... sind weit ver­brei­tete Ansich­ten / Wunsch­träume. Sie sollen uns vor gefähr­li­chen Fragen schüt­zen:

Was müsste MIR pas­sie­ren, damit ICH als Obdach­lo­ser ende? Kann es am Ende viel­leicht JEDEM pas­sie­ren?

Will­kom­men bei ‚Four Sea­sons’

Die Aus­ein­an­der­set­zung mit diesen Fragen würde uns vor Augen führen, dass wir selbst nur einen ein­zi­gen Schick­sals­schlag von der Obdach­lo­sig­keit ent­fernt sind!

Das Bild vom typi­schen Obdach­lo­sen hängt gewal­tig schief. Rücken wir es gerade! Für mehr Ver­ständ­nis und Respekt!

End­lich eine Woh­nung... und dann??

Zurück zum Zustand VOR der Obdach­lo­sig­keit... eine Woh­nung alleine reicht da nicht. Natür­lich können wir nie­man­dem eine intakte Fami­lie (zurück-) geben, Gesund­heit, kör­per­li­che Unver­sehrt­heit, einen Schul­ab­schluss... aber Selbst­ach­tung und Selbst­wert! :)

 

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